Wiedereingliederung

Was bedeutet Wiedereingliederung?

Die Wiedereingliederung bezeichnet eine Maßnahme, bei der ein Mitarbeiter wieder schrittweise an seinen Arbeitsplatz zurückkehrt - in Rahmen der Genesung nach einer längeren Erkrankung oder einer Verletzung . Dadurch soll der betroffene Mitarbeiter Stück für Stück wieder an die auftretenden Belastungen am Arbeitsplatz gewöhnt werden. Die Wiedereingliederung ist Teil der Rehabilitation im beruflichen Bereich und im Sozialgesetzbuch SGB IX festgelegt.

In der Phase der Wiedereingliederung hat der Arbeitnehmer weiterhin den rechtlichen Status "arbeitsunfähig". Das schützt den Mitarbeiter und dadurch entstehen für ihn keine finanziellen oder versicherungsrechtlichen Nachteile.

Als Voraussetzung für die Maßnahme der Wiedereingliederung muss sich der betroffene Arbeitnehmer gesundheitlich wieder bereit fühlen, seine bisherige Arbeit im Unternehmen bis zu einem gewissen Umfang wieder aufzunehmen. Ob er dafür in der Lage ist, entscheidet ein Arzt. Erst dann darf der Wiedereingliederungsprozess beginnen.

Stufenweise Wiedereingliederung 

Die Maßnahme zur Wiedereingliederung eines länger ausgefallenen Mitarbeiters verläuft stufenweise. So kann zu Beginn der Wiedereingliederung die tägliche Arbeitszeit nur 2 Stunden betragen. Im Laufe von 2-4 Wochen kann die Arbeitszeit entsprechend der Leistungsfähigkeit und des gesundheitlichen Zustands des Mitarbeiters angepasst werden, bis der Mitarbeiter wieder sein früheres Arbeitspensum erreicht hat.

Dabei kann die Wiedereingliederung zwischen 6 Wochen und 6 Monaten dauern. Sie hängt ganz individuell davon ab, wie schwerwiegende der Grund für den Ausfall des Mitarbeiters war und wie gut er sich erholt hat.

Entgelt während der Wiedereingliederung

Der Mitarbeiter erhält bei der Wiedereingliederung meist kein reguläres Gehalt, sondern die vorgesehen Lohnersatzleistungen. Darunter fallen neben dem Krankengeld auch das Übergangs- und Verletztengeld. Je nach Grund für den Ausfall am Arbeitsplatz wird das Gehalt von dem  jeweilige Rehabilitations-Träger bezahlt (Kranken- oder Renten-versicherung oder die Berufsgenossenschaft).

Arbeitnehmer und Arbeitgeber können jedoch für die erbrachte Arbeit eine Vereinbarung bezüglich des Entgeltes treffen, welche durch den entsprechenden Reha-Träger ergänzt wird.

A

  • Aufhebungsvertrag
  • Arbeitsproduktivität

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