Diversity im Unternehmen
  • Unternehmenskultur

Die Bedeutung von Diversity im Unternehmen

Frederieke Cirksena

In unserer globalisierten Welt haben wir kurze Kommunikationswege und können problemlos Tausende von Kilometern zurücklegen. Wir sind nicht mehr darauf beschränkt, uns in unserer eigenen sozialen Blase zu bewegen und geraten immer wieder in Kontakt mit Menschen aus anderen kulturellen Kontexten, mit anderen Weltanschauungen, anderer sexueller Orientierung und eventuell einem Lebensstil, der mit unserem eigenen kaum etwas gemein hat. 

Wenn wir jedoch Menschen, die sich von uns unterscheiden, mit offenen Armen begegnen und ihnen nicht automatisch skeptisch entgegentreten, können wir viel voneinander lernen und daran wachsen.

Was ist Diversity?

Diversity ist der bewusste Umgang mit der Vielfalt von Menschen. Dabei geht es darum, jede Person unabhängig von ihrer Herkunft, persönlichen Weltanschauung, sexueller Orientierung, Geschlechtsidentität, Religion, physischen Fähigkeiten, ihrem Lebensalter oder anderen Merkmalen wertzuschätzen und zu respektieren.

Diversity erkennt, dass wir trotz der Unterschiede auch immer Gemeinsamkeiten haben, die uns als Menschen verbinden und Gleichbehandlung an erster Stelle stehen sollte.

Das richtige Mindset

In den vergangenen Jahrzehnten hat die systematische Benachteiligung bestimmter Gruppen immer mehr Aufmerksamkeit gewonnen und weltweite Bewegungen (z.B. Black Lives Matter und Me Too) mobilisiert.

Diese Themen müssen auch am Arbeitsplatz Beachtung finden. Dabei geht es nicht nur darum, sich rechtlich auf der sicheren Seite zu befinden, sondern auch darum, zu erkennen, dass Vielfalt Ihr Unternehmen in vielerlei Hinsicht bereichert.

Hinzu kommt, dass jedes Unternehmen, das mit gutem Beispiel vorangeht, auch Einfluss auf die eigenen Konkurrenten nimmt. Das liegt schlichtweg daran, dass diese wettbewerbsfähig bleiben wollen im Ringen um die besten Fachkräfte. Somit kann erfolgreiches Diversity Management über die unmittelbaren Wirkungen in Ihrem Unternehmen hinausgehen.

Mindestanforderung statt Nice-to-Have

Gen Z sind die Arbeitnehmer*innen von morgen. Mit dieser Generation gelangen junge Menschen auf den Arbeitsmarkt, die sich politisch engagieren und bei denen Toleranz und Inklusion ganz groß geschrieben wird. Gleichzeitig zeigen sie weniger Bereitschaft, sich langfristig an ein Unternehmen zu binden. 

Ohne ein gutes Diversity Management werden Sie diese Generation beim Recruiting nicht erreichen, da für Gen Z Vielfalt selbstverständlich ist.

Mit der Zeit mitgehen bedeutet auch, einen Arbeitsplatz zu schaffen, an dem sich Ihre Belegschaft aufgenommen fühlt und sich niemand verbiegen oder verstecken muss, um akzeptiert zu werden.

Vielfältige Belegschaft

Vielfalt vs. Inklusion

Die Grundsätze der Vielfalt und der Inklusion ergänzen sich gegenseitig. Vielfalt bringt die verschiedenen Profile in einem Unternehmen zusammen, während Inklusion gewährleistet, dass diese Unterschiede respektiert und geschätzt werden, um eine erfolgreiche Arbeitsgruppe zu bilden.

Erfolgreiches Diversity Management

Wenn Sie Diversity Management ausschließlich für die wirtschaftlichen Vorteile betreiben, ohne das richtige Mindset zu übernehmen, kann das schnell als inauthentisch und heuchlerisch wahrgenommen werden und Ihrem Image eventuell sogar schaden.

Der Mensch sollte hier immer an erster Stelle stehen. Bemühen Sie sich darum, in Ihrem Führungsstil zu berücksichtigen, dass verschiedene kulturelle Hintergründe mit unterschiedlichen Erwartungshaltungen an Führung einhergehen und es hier keine Patentlösung gibt.

Gutes Diversity Management verlangt in erster Linie Einfühlungsvermögen, Aufgeschlossenheit und Kreativität.

vielfältige Belegschaft

Vorteile der Vielfalt

1. Förderung von Innovation

Der größte Vorteil ist zweifelsohne der Ideenreichtum, der durch Vielfalt geschaffen wird, insbesondere bei Brainstorming-Sitzungen, Workshops, der Umsetzung neuer Strategien usw. Die Konfrontation abweichender Standpunkte ist ein Nährboden für neue Ideen.

2. Mehr Bewerbungen

Ein Einstellungsverfahren, das auf die Einstellung von Bewerber*innen mit unterschiedlichen Profilen ausgerichtet ist, bietet eine größere Auswahl und erhöht die Chance, hervorragende Mitarbeiter*innen zu gewinnen.

3. Besseres Employer Branding

Durch die Vermittlung einer positiven Unternehmenskultur, die u. a. auf der Mischung der Mitarbeiter*innenprofile (Herkunft, Geschlecht, Alter, Fähigkeiten, Behinderung usw.) beruht, trägt Vielfalt zur Verbesserung des Images des Unternehmens bei, das sich offen für alle zeigt.

4. Stärkeres Zugehörigkeitsgefühl

Eine vielfältige Belegschaft trägt dazu bei, dass jeder seinen Platz findet und sich dabei wohl fühlt. Dies ist ein wichtiger Faktor für die Steigerung der Mitarbeiter*innenzufriedenheit am Arbeitsplatz und damit für die Bindung von Mitarbeiter*innen ans Unternehmen.

5. Erschließung neuer Märkte

Schließlich ist Vielfalt ein Muss für jedes Unternehmen, das international expandieren möchte. Es geht nicht nur darum, eine Fremdsprache zu sprechen, sondern auch die Kultur des Landes zu verstehen, in dem Sie sich niederlassen wollen.


Fazit

Diversity im Unternehmen folgt gesellschaftlichen Entwicklungen und lässt sich langfristig weder wegdenken noch ignorieren. Wie Sie Diversity umsetzen, hängt von der Zusammensetzung Ihrer Belegschaft, individuellen Anforderungen des Berufsbilds und Ihrer Unternehmenskultur ab. Wichtig ist jedoch, dass Sie das Thema mit dem richtigen Mindset angehen und somit ganzheitlich und nicht nur aus wirtschaftlicher Perspektive betrachten.

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