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Mitarbeiterin arbeitet Teilzeit
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Teilzeitarbeit: Definition, Arbeitnehmerrechte und Vorteile

Isadora De Angeli

Eine Einführung in die Teilzeitarbeit

Eine Teilzeitbeschäftigung ist jede Arbeit, die unterhalb des gewöhnlichen Vollzeitpensums liegen. Es gibt keine bestimmte Anzahl von Stunden, die einen Arbeitnehmer zu einem Teilzeitbeschäftigten macht, da dies von Arbeitgeber und Arbeitnehmer festgelegt wird.

Was ist der Unterschied zwischen Teilzeit- und Vollzeitbeschäftigung?

Der einzige Unterschied zwischen einer Vollzeit- und einer Teilzeitbeschäftigung besteht darin, dass man sich bei einer Vollzeitbeschäftigung den ganzen Tag lang engagieren muss. In den meisten Fällen müssen Sie mehr als 30 Stunden pro Woche arbeiten. Bei einer Teilzeitbeschäftigung haben Mitarbeiter weniger Arbeitsstunden pro Woche. So können sie beispielsweise nur an 3 Tagen pro Woche arbeiten oder aber an 5 Tagen mit einer kürzeren Arbeitszeit für jeden Tag.

Beispiele

Teilzeitjobs kommen vor allem für Menschen mit zwei Jobs oder junge Eltern in Frage. So können Eltern beispielsweise arbeiten, während sich ihr Kind in einer Tagesstätte befindet und es dann am frühen Nachmittag abholen, da Ganztagsbetreuung nicht immer möglich ist. Auch psychische und körperliche Faktoren können dazu führen, dass Arbeitnehmer mit einer Teilzeitbeschäftigung besser zurechtkommen.

Jede Art von Arbeit hat ihre Vor- und Nachteile.

Als Vollzeitbeschäftigter können Sie während der langen Arbeitszeiten viel üben und lernen. Diese Art von Jobs ist auch mit guten Gehältern und besseren Arbeitsbedingungen verbunden. Allerdings muss dafür viel Zeit geopfert werden. Bei einer Teilzeitbeschäftigung werden Sie nur für ein paar Stunden aus Ihrem normalen Leben gerissen, sodass Sie noch anderen Beschäftigungen oder Aktivitäten nachgehen können. 

Mitarbeiter prüft seinen Stundenplan

Wie funktionieren Teilzeitjobs?

Es ist so einfach, wie es sich anhört: Eine Teilzeitbeschäftigung ist jede Tätigkeit, bei der Sie weniger arbeiten als ein Vollzeitangestellter. Die Regeln und die Ausgestaltung der Vereinbarung richten sich nach den Normen und Vorschriften des Unternehmens. Der Arbeitgeber legt fest, was als Teilzeitbeschäftigung gilt, und veröffentlicht dies in den Richtlinien. 

Traditionell wurde eine Teilzeitbeschäftigung immer als eine Arbeit definiert, die weniger als 40 Stunden pro Woche erfordert. Andere Arbeitnehmer sehen jedoch eine Arbeitszeit von 35 Stunden als Vollzeit an. Minijobs zählen auch zu Teilzeitbeschäftigungen, jedoch sind Minijobber nur unfallversichert und nicht kranken- und rentenversichert durch ihren Arbeitgeber.

Welche Rechte haben Teilzeitbeschäftigte?

Arbeitnehmer haben grundsätzlich einen rechtlichen Anspruch darauf, ihre Arbeitszeit zu reduzieren, wenn einige Voraussetzungen erfüllt sind.

Dazu gehört: 

  • Das Unternehmen hat mehr als 15 Mitarbeiter
  • Der Mitarbeiter ist bereits länger als 6 Monate angestellt
  • Der Mitarbeiter hat innerhalb der letzten zwei Jahre keinen Antrag auf Verringerung der Arbeitszeit gestellt
  • Es sprechen keine betrieblichen Gründe gegen die Arbeitszeitreduzierung

Teilzeitarbeit hat genauso ihre Vorteile wie Vollzeitarbeit. Es gibt nur ein paar Unterschiede bei den Rechten, und diese hängen von dem Unternehmen ab, für das Sie arbeiten. Zu den Rechten von Teilzeitbeschäftigten in Deutschland gehören:

  • Gleiche Lohnsätze, Lohnfortzahlung bei Krankheit und Elternzeit
  • Urlaubsansprüche und -rechte wie bei Vollzeitbeschäftigten (im Verhältnis zu den Wochenarbeitstagen)
  • Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten
  • Berücksichtigung bei Beförderung und Entlassung
  • Möglichkeit einer beruflichen Auszeit

Die Zeiterfassungspflicht, die spätestens seit dem BAG Urteil vom 13. September 2022 besteht, gilt auch für Teilzeitbeschäftigte. Daraus resultieren die gleichen Rechte auf Überstundenabbau wie bei Vollzeitbeschäftigten. 

Vor- und Nachteile der Teilzeitarbeit

Für den Arbeitgeber

Für Arbeitgeber bieten die niedrigeren Arbeitskosten einen starken Anreiz, Teilzeitbeschäftigte einzustellen. Für kleine Unternehmen ist die Einstellung von Teilzeitbeschäftigten weniger riskant und kostspielig in Bezug auf das finanzielle Engagement.

Einige Unternehmen stellen auch Teilzeitbeschäftigte ein, um unterschiedliche qualifizierte Mitarbeiter anzuwerben. So können auch Bewerber berücksichtigt werden, die ausgezeichnete Qualifikationen haben, zeitlich jedoch eingeschränkt sind durch andere Faktoren. Das kann sich positiv auf das Employer Branding auswirken.

Für die Arbeitnehmer

Teilzeitbeschäftigte können in ihrer Freizeit noch anderen Tätigkeiten nachgehen, z. B. einen weiteren Job ausüben, studieren, sich um Kinder kümmern oder zu Hause bleiben. Teilzeitarbeit ermöglicht in der Regel eine bessere Work-Life-Balance als Vollzeitstellen.

Außerdem ist der Nettostundenlohn für Teilzeitbeschäftigte höher, da sie weniger Steuern entrichten.

Ein Nachteil für Arbeitnehmer sind die geringeren Aufstiegschancen, wenn sie Teilzeit arbeiten, da in der Regel jene Angestellte befördert werden, die sich besonders stark engagieren und im Unternehmen hervortun. Teilzeitangestellte können bei Beförderungsentscheidungen schnell untergehen.

Zudem leidet auch der Rentenanspruch unter der geringeren Arbeitszeit, da dieser sich nach dem Bruttoeinkommen richtet.

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