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Mitarbeiterbindung im Unternehmen

Jazmin Lopez

Mitarbeiterbindung als Antwort auf Fachkräftemangel

Der hierzulande herrschende Fachkräftemangel kostet die mittelständischen Unternehmen in Deutschland jedes Jahr mehrere Milliarden Euro. Die Suche nach Bewerbern ist teuer und zeitaufwendig. Auch die Einarbeitung neuer Mitarbeiter ist mit hohen Kosten verbunden. Es gilt daher, die Mitarbeiterfluktuation zu verringern und mehr in die Mitarbeiterbindung zu investieren. Unternehmen müssen Anreize schaffen, um dem Fachkräftemangel vorzubeugen und ihre Mitarbeiter langfristig an sich zu binden.

Warum ist Mitarbeiterbindung so wichtig?

In vielen Unternehmen steht eine große Frage im Raum: Wie finden wir die richtigen Mitarbeiter und wie sorgen wir dafür, dass diese möglichst langfristig Teil des Unternehmens bleiben?

In unserer schnelllebigen, rastlosen Zeit scheint es längst normal geworden zu sein, dass Arbeitnehmer den Arbeitgeber wechseln, wenn sich dies gerade anbietet und man bessere Konditionen angeboten bekommt. Arbeitnehmer die einem Unternehmen bis zur Rente treu bleiben, gibt es immer seltener. Satte 85% der Mitarbeiter fühlen sich beispielsweise emotional wenig oder gar nicht an ihren Arbeitgeber gebunden.

Für Unternehmen ist es außerdem nicht mehr so leicht, schnell Ersatz zu finden. Der Fachkräftemangel trifft den Mittelstand besonders hart. Studien zeigen, dass viele Arbeitnehmer keine Mitarbeiterbindung gegenüber ihrem Arbeitgeber verspüren. Es wird bemängelt, dass Unternehmen zu wenig agil sind, die Fehlerkultur keine neuen Ideen und Experimente zulässt, der Informationsaustausch unter Kollegen fehlt und die Eigenverantwortung nicht gefördert wird.

Hier kann ein Unternehmen dem Fachkräftemangel durch Strategien zur Mitarbeiterbindung entgegenwirken. Eine wichtige Rolle bei der Mitarbeiterbindung spielen Punkte wie die Mitarbeiterführung, die Gestaltung der Arbeitsbedingungen, die Attraktivität des Arbeitsumfelds, flexible Arbeitszeitmodelle sowie Programme zur Förderung der Mitarbeiter und des Nachwuchses. Man darf bei der Mitarbeiterbindung die emotionale Komponente nicht vergessen. Hier ist es wichtig, dass sich Mitarbeiter mit dem Unternehmen und den Unternehmenszielen identifizieren können. Die Leistungen des Unternehmens wie das Entgelt, die zugeteilten Verantwortungen oder die Aussicht auf eine gesunde Work-Life Balance sollten mit den Erwartungen des Arbeitnehmers bestmöglich übereinstimmen.

Wenn in einem Unternehmen die Mitarbeiterfluktuation hoch ist, entstehen dadurch Kosten. Auch der Unternehmenswachstum wird durch die immer wieder notwendige Einarbeitung neuer Mitarbeiter und fehlende Mitarbeiterbindung stark beeinträchtigt. Neue Ideen und Ziele lassen sich schlechter umsetzen. Herrscht akkuter Fachkräftemangel im eigenen Unternehmen, ist man mit der Zeit nicht mehr konkurrenzfähig. Bis es jedoch zur Mitarbeiterfluktuation kommt, sind andere Auswirkungen von niedriger Mitarbeiterbindung festzustellen. Laut der Studie von Gallup, haben unzufriedene Mitarbeiter eine Abwesenheitsquote, die um über 130% über der von zufriedenen Mitarbeitern liegt (8.8 Fehltage, statt 3.8.). Jeder Fehltag in deutschen Unternehmen kostet diese durchschnittlich 252 €. Insgesamt entstehen deutschen Unternehmen durch fehlende Mitarbeiterbindung jährlich 275 Milliarden Euro.

Langfristig in Mitarbeiterbindung zu investieren, ist daher für jedes Unternehmen wichtig und sollte stets Teil der Unternehmensstrategie sein. Ein Aspekt der hier immer wieder genannt wird ist das sogenannte Employer Branding.

Was ist Employer Branding?

Employer Branding ist ein aus dem Englischen stammender Begriff, der die Arbeitgebermarkenbildung beschreibt. Für den Arbeitgeber kann der Aufbau einer Marke sehr sinnvoll sein, um Mitarbeiterbindung im Unternehmen zu erhöhen und zum anderen attraktiv auf Bewerber wirkt. Um die eigene Marke attraktiver zu gestalten, werden verschiedene Strategien und Maßnahmen eingesetzt. Wenn man sich als Unternehmen durch ein starkes Employer Branding von der Konkurrenz absetzen möchte, so ist dies das beste Werkzeug, um die Mitarbeiterbindung langfristig zu erhöhen.

Werte und die Philosophie eines Unternehmens spielen beim Employer Branding eine wichtige Rolle. Im Idealfall zieht es Bewerber zu diesem Unternehmen und Mitarbeiter sprechen mit Stolz über ihren Arbeitgeber, weil sie um das positive Image ihres Arbeitgebers wissen. Um für Bewerber und die eigenen Mitarbeiter attraktiv zu sein, müssen sich Unternehmen klar machen, was sie zu bieten haben. Folgende Punkte können das Employer Branding beeinflussen:

  • Gute Karriere- beziehungsweise Aufstiegschancen
  • Hohes Gehaltsniveau
  • Gutes Betriebsklima
  • Gestaltung des Arbeitsplatzes
  • Gute Führungs- und Unternehmenskultur
  • Positives Image des Unternehmens
  • Werte und Philosophie des Unternehmens
  • Flexible Arbeitszeitmodelle
  • Vereinbarkeit von Beruf und Familie
  • Soziales Engagement
  • Smarter Onboarding Prozess

Digitalisierung als Werkzeug zur Mitarbeiterbindung

Die Arbeitswelt verändert sich, das spüren viele. Altes verschwindet und Neues kommt. In Studien hat sich unter anderem gezeigt, dass die zunehmende Digitalisierung eine große Herausforderung darstellen kann. Die Maßnahmen zur Digitalisierung greifen im eigenen Unternehmen oftmals nur schleppend oder die Prozesse werden nicht zu Ende gedacht. Gerade für junge Bewerber, Neu- oder Quereinsteiger sowie für Personen, die besonders mobil und flexibel arbeiten möchten oder müssen, stellen Unternehmen, die sich intensiv mit der Digitalisierung beschäftigen, attraktive Arbeitgeber dar. Der große Vorteil der Digitalisierung von Arbeit besteht darin, dass Mitarbeiter ihren Aufgaben unabhängig von Ort und Zeit effizient nachgehen können. Im Rahmen der Digitalisierung können flexible Arbeitszeitmodelle sowie das Arbeiten im Home Office realisiert werden. Home Office ist derzeit ein wichtiges Thema bei der Mitarbeiterbindung.

Durch das Vorantreiben der Digitalisierung können Unternehmen auch ihre Mitarbeiterbindung durch positives Employer Branding unterstützen. Vielen Bewerbern fällt es schwer, Unternehmen als attraktive Arbeitgeber zu sehen, wenn diese noch nicht im Zeitalter der Digitalisierung angekommen sind. Die Nutzung von modernen Kommunikationsmitteln und mobilen Arbeitsmöglichkeiten wird häufig als Selbstverständlichkeit vorausgesetzt. Unternehmen sollten sich bewusst sein, welche Chancen die Digitalisierung zum Einen für das Erledigen der individuellen Aufgaben und zum Anderen für die Mitarbeiterbindung bereithält.

Digitalisierung entlastet das Personalwesen

Durch die Digitalisierung lassen sich nicht nur flexible Arbeitszeitmodelle schaffen, auch das Personalwesen kann dadurch entlastet werden. Wenn nicht mehr alles auf Papier erledigt werden muss, können viele Abläufe vereinfacht werden. Wenn Mitarbeiter ihre Urlaubsanfrage nicht digital stellen können oder Stechuhren zur Arbeitszeiterfassung genutzt werden müssen, kostet das Zeit und auch Ressourcen werden verschwendet. Ein umweltfreundlicheres Image kann sich ebenfalls positiv auf die Mitarbeiterbindung auswirken.

Das Personalwesen kann als Aushängeschild eines Unternehmens gesehen werden. Mit den Mitarbeitern aus diesem Team kommen Bewerber in der Regel zuerst in Kontakt. Wird hier die Digitalisierung bereits vorgelebt, dann signalisiert dies nach außen: Wir sind offen und modern. Dieses Gefühl kann zudem auch im Personalwesen zu höherer Mitarbeiterbindung führen.

Machen Sie sich als Arbeitgeber attraktiver und investieren Sie in die Zukunft Unternehmens, sowie in die Mitarbeiterbindung.


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Quellen: Gallup Studie

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Jazmin Lopez

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